onQ.20 meets... (Vol IV)
DONAUWELLENREITER

Thom Castañeda piano | Maria Craffonara vl I voc | Lukas Lauermann vc | Jörg Mikula drums I tombak

DONAUWELLENREITER gehören schon seit Jahren zur nationalen und internationalen Musikszene. Weiter unten erzählen wir euch noch Etwas darüber, was auf dem neuen Album "DELTA" der Band so los ist, übrigens spielen sie zur Albumpräsentation am 4.9.2020 im Porgy & Bess!
Vorher aber noch Etwas: Wir wollten ja gerne auch ein paar Stimmen aus der heimischen Musikszene hier am Blog zu dem zu Wort kommen lassen, wie sie die letzten Monate empfunden haben: 

Für alle, die dich noch nicht kennen: Wie lange bist du schon in der Wiener Musikszene unterwegs?
Maria: Seit ziemlich genau 10 Jahren, die wahnsinnig schnell verflogen sind....und in denen von den ersten vorsichtigen Tapsern und dem Gefühl – huch, braucht Wien tatsächlich noch eine Musikerin – bis hin zu dem jetztigen angenehmen Gefühl, sich einen Platz erarbeitet zu haben so unglaublich viel geschehen ist. 

Das Herzstück bildet dabei das Quartett Donauwellenreiter. Hier ist musikalisch quasi alles möglich, je länger wir zusammen spielen, desto unwichtiger erscheinen unsere verchiedenen Backgrounds, desto mehr verschmilzt unsere Musik zu einem Ground, wenn man so will...

Seit kurzem bin ich auch mit meinem Soloprojekt ‚Da Sora’ unterwegs. Solo machen übrigens alle Mitglieder der Band.

Was schätzt du besonders an der hiesigen Szene?
Jörg: Ich schätze die enorme Vielfalt in Wien. So viele tolle Musiker und spannende Projekte in allen möglichen Stilistiken. Und es kommen konstant neue dazu…


Jeder hat die Monate mit COVID-19 bisher sehr unterschiedlich empfunden. Wie ist es dir damit ergangen?
Maria: 
Skurril waren so manche Energie-Ausbüchser während der Quarantäne, sowas wie Salsa Tanzen um 9:00 morgens. Das konnte schon auch etwas sehr Befreiendes haben. Aber über die Gesamtlänge gesehen haben dann doch Existenzsorgen, das Vermissen von persönlichen Kontakten, von künstlerischem Austausch sehr gefehlt. Schön fand ich, dass man sich selbst und die Menschen im engsten Umfeld wieder ganz neu kennenlernen durfte.


Was ist eure Hoffnung, euer Eindruck, euer Wunsch hinsichtlich Veränderungen an und in der Kunst- und Kulturszene und an der Kunst- und Kulturpolitik durch und nach dieser Zeit?

Alle: Möglicherweise hat die extreme Situation mit dem Lockdown und der Quarantäne dazu beigetragen, die Sensibilität gegenüber Kunst und Kultur zu steigern. 

Allgemein, aber auch im politischen Sinn….hoffentlich ist das nicht nur ein Wunschtraum von uns. Eine Chance könnte in der Weiterentwicklung digitaler Möglichkeiten, aber auch neuer Konzertformate liegen (Maria: Auch wenn wir uns auf Dauer keine Endlos-Streamings wünschen)



ZUM ALBUM DELTA:
Wir machen es uns jetzt einfach und zitieren aus der Pressemitteilung von Donauwellenreiter:
Viel ist passiert seit der Veröffentlichung von Euphoria Ende 2016 – zwei weitere Tonträger sind erschienen, 2017 das erfolgreiche Auftragswerk ‚Donauwellenreiter Play Gianmaria Testa’ und 2018 die Vinyl LP ‚Euphoria Live’ in der Studiokonzert-Reihe der renommierten Bauer Studios Ludwigsburg. Ausverkaufte Konzerte, Reisen durch Deutschland, Italien, Frankreich, die Schweiz und Österreich sowie die intensive Zusammenarbeit mit internationalen Gastmusikern haben das Wiener Quartett weiter reifen und zusammenwachsen lassen.

Unterwegs und zuhause haben die zwischen den Stilen experimentier- und spielfreudigen Klangsurfer 11 neue Werke geschaffen, die einen noch kompakteren Quartettklang erstrahlen lassen. Miniaturen im Duo oder Trio stehen neben groß Exponiertem in voller Besetzung,  rhythmische Verspieltheit neben Klarheit der Struktur. Delta, die 4, steht für die versöhnende Verbindung zwischen fliessendem Gewässer und offenem Meer, für das „ungewöhnliche Quartett“ (Albert Hosp, ORF, Radio Ö1) sowie für das vierte Album mit Eigenkompositionen des Ensembles

onQ.20 meets... (Vol III)
Thomas Drozda
SPÖ-Kultursprecher

20.06.2020

onQ.20 meets... (Vol II)
Kultursprechering Die Grünen: 
Eva Blimlinger 

Was ihre Gedanken zu den Aufgabengebieten einer Stadträtin für Kultur und Wissenschaft einer 2 Millionen Einwohner-Metropole sind, wie sich die Arbeit im Spannungsfeld von Bundes- und Stadtpolitik, freier Szene, großen institutionalisierten Häusern und anderen Akteur*innen gestaltet und was mögliche Szenarien für die kulturelle Krisenbewältigung, verursacht durch die COVID-19 Pandemie, sein könnten, verrät sie uns in einem über 45 Minuten dauernden Gespräch. JETZT HIER ANSEHEN:

Seit 2018 bekleidet Veronica Kaup-Hasler das Amt der Kulturstadträtin in Wien. Ein Novum stellt dies insofern dar, als Kaup-Hasler zwar von der SPÖ für das Amt nominiert wurde, selbst allerdings kein Parteimitglied ist.
Davor war sie bereits kontinuierlich im Kunst- und Kulturbereich als ausübende Dramaturgin, Kulturmanagerin, Lehrbeauftragte und Intendantin tätig. Das Theater Basel, die Wiener Festwochen und der Steirische Herbst waren dabei einige Stationen unter vielen.

onQ.20 meets... (Vol I)
Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler

onQ.20 meets... Veronica Kaup-Hasler

onQ.20 meets...

20.06.2020

Die COVID-19 Krise hat uns Alle kalt erwischt, ob Länder und deren Regierungen, Unternehmen und deren Belegschaft, Kulturinstitutionen, Künstler*innen und Alle, die einen kreativen Beitrag zu Kultur leisten und als Kulturschaffende in den unterschiedlichsten Bereichen tätig sind. Das ist vermutlich noch lange nicht vorbei. Im Rahmen der Reihe onQ.20 meets entstehen gerade eine Reihe an Interviews und wir haben die Möglichkeit, eure Fragen zu der Gesamtlage an Politiker*innen, Kultur- und Kreativeschaffende, Veranstalter*innen u.v.m. zu richten! Schickt uns Alles, was ihr an Fragen habt! (Ganz nach unten scrollen!)

Als wir (Tobias Vedovelli und Michael Tiefenbacher) die Idee zum onQ.20 Festival hatten, saßen wir gerade mitten in der COVID-Lockdown-Situation in unseren Wohnungen fest und haben uns über digitalen Musikaustausch darüber hinweg gerettet, dass wir unserer Tätigkeit als Musiker gerade nicht nachgehen können wie im Normalfall.

Darüber hinaus haben wir aber auch Fragen gewälzt und viel darüber diskutiert, welche Auswirkungen die Krise auf unser gesamtes Umfeld und das Kulturleben in der Stadt und in ganz Österreich haben würde. Diese Diskussion ist ein maßgeblicher inhaltlicher Bestandteil des onQ.20 Festivals:

 

Weil onQ.20 aus dieser Situation entstanden ist, empfinden wir es auch nach wie vor als relevant, dass nicht nur die Musik und wir zu Wort kommen, sondern dass es um mehr geht und auch jene Themen besprochen werden, die mitunter durch COVID-19 zu Brennpunkten für all jene geworden sind, die selbst Kulturschaffende sind – oder im weitesten Sinne mit Kunst und Kultur in Berührung kommen.

Aus diesem Grund haben wir entschieden, uns noch ein bisschen mehr Arbeit aufzuhalsen und befragen derzeit Kulturschaffende, Kreative, aber auch Entscheidungsträger*innen aus der Politik, um ein besseres Gespür für die unterschiedlichen Sichtweisen auf all das zu bekommen, was die Pandemie für uns alle verändert hat und möglicherweise in Zukunft noch ändern wird - und um all das sichtbar zu machen.

Und hier kommt ihr ins Spiel: Ihr habt die Möglichkeit, Fragen an unsere Interviewpartnerinnen zu stellen! Nutzt das Formularfeld hier weiter unten und schickt uns eure Fragen im Vorfeld zu den Gesprächen – wir werden sie stellen!

Das onQ.20 Festival und Festival-Team ist Teil der Diskussion: Wir fühlen uns nicht als Sprachrohr oder als Repräsentant*innen der Kulturszene, sondern sehen vielmehr die Möglichkeit, unsere Kanäle als Plattform für Alle anzubieten, und diese Möglichkeit wollen wir nutzen! Wir erheben dabei übrigens keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir sind ein Team aus drei Personen (Tobi, Mike und Nora) und unsere zeitlichen Ressourcen sind begrenzt. Deshalb ist es unmöglich, das weite Spektrum an Stimmen umfassend abzubilden, das es hierzu gäbe, aber wir bemühen uns immerhin darum, jene zu Wort kommen zu lassen, die wollen! Wir hoffen, dass wir in den kommenden Wochen dazu beitragen können, dass ein Dialog entsteht und interessante Interviews und Insights für euch entstehen werden, die lesenswert sind und bestenfalls Antworten auf offene Fragen geben werden – und einen Überblick über diverse Blickwinkel.

 

Bis bald beim onQ.20 Festival,

Tobi, Mike

Input für die Interviews

Fragen?

Leave us a message - wir melden uns schnellst möglich:

© 2020 by onQ.20 Festival 

Newsletter

Newsletter abonnieren und immer onQ.20 up-to-date sein.